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Prävention in unserer Schule
Was hat eine Schule mit Prävention zu tun? Mehr als man denkt! Der alltägliche Schulbetrieb funktioniert sogar nur mit Prävention. Wenn man den DUDEN fragt, sagt der: Prävention heißt in erster Linie einmal „Vorbeugung“ oder „Verhütung“. Da diese beiden Begriffe sehr allgemein gehalten sind, versuchen wir sie mal zu konkretisieren.
Wo viele Menschen zusammen sind, lauern Gefahren: auf dem Schulweg, vor der Schule, in den Pausen auf dem Hof, im Treppenhaus, in den Klassenräumen, auf den Toiletten, im Speisesaal usw. Die Aufgabe des Lehrerkollegiums ist es, diese Gefahren zu minimieren und Schäden vorzubeugen oder zu verhüten. Dazu gehört natürlich, dass jeder Schüler über mögliche Gefahren informiert und über entsprechende Verhaltensweisen belehrt wird. Dies erfolgt am Beginn und am Ende eines jeden neuen Schuljahres. Belehrt wird jedoch nicht nur über Gefahren und Verhaltensregeln während des Schulbesuchs, sondern auch über mögliche Risiken im Freizeitbereich der Schüler. Die Liste ist lang und kann gerne in einem der Klassenbücher eingesehen werden.
Leider bringt die Zeit immer neue Gefahren mit sich, so dass es nötig wird, unsere Schüler über diese zu informieren und ihnen Tipps zu geben, wie man sich vor ihnen schützen kann. So haben wir in diesem Jahr drei Schwerpunkte gesetzt, zu denen Projekte mit Hilfe der Polizei und anderer Behörden gestaltet werden. Die Klassenstufe 2 erfährt etwas zum Thema Sexualität. Zu früh, meinen Sie? Man liest, hört und sieht immer wieder Meldungen über Kindesmissbrauch und da kann man gar nicht früh genug auf die Gefahren aufmerksam machen und warnen. Leider sind nicht alle Erwachsenen kinderfreundlich!
Die Klassenstufe 3/4 hört und gestaltet ein Projekt zum Thema „Gewalt beginnt im Kleinen“. Dabei geht es um psychische und physische Gewalt, Gewalt unter Gleichaltrigen, häusliche Gewalt, die Rolle von Computerspielen, die möglicherweise die Hemmschwelle zur Gewaltanwendung stark senken können und natürlich um Hinweise, Ratschläge und Tipps, wie man als Schüler Gewalt vermeiden kann oder sich gegebenenfalls gegen
Gewaltanwendung schützen kann. Die Leitung hat Frau Claasen von der Abteilung Prävention der Brandenburger Polizei. Termin ist der 03. und 04. Dezember 2008. Die Schüler sehen dazu Dokumentarvideos und gestalten im Rahmen des Unterrichts Plakate, Collagen o.ä. um sich selbst mit diesem Thema zu befassen und ihre Sicht auf das Problem darzustellen.
Im zweiten Halbjahr befassen sich die Schüler der Klassen 5 und 6 mit dem Thema „Drogen“. Sie lernen, dass man zwischen legalen und illegalen Drogen unterscheidet und welche Wirkung Drogen auf den menschlichen Körper haben oder haben können. Auch die rechtlichen Zusammenhänge des Jugendschutzgesetzes und des Strafgesetzbuches sowie das Betäubungsmittelgesetz und das Thema Beschaffungskriminalität werden angesprochen. Die Schüler erarbeiten auch hier im Rahmen des Unterrichts projektgebunden eine Dokumentation über das Gelernte und gestalten eine Ausstellung mit kurzen Vorträgen zu einzelnen Schwerpunkten des Themas „Drogen“. Die Leitung des Projektes liegt in den Händen von Herrn Rudolph, ebenfalls tätig bei der Abteilung Prävention der Brandenburger Polizei.
A. Malepse
November 2008
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